Geriatrie mit Multimorbitität

Die Geriatrie ist die Lehre von den speziellen Krankheiten des alten Menschen ("Altersheilkunde"), wobei vor allem Krankheiten betroffen sind, die zum Gebiet der "Inneren Medizin" zählen. Mit zunehmenden Alter ist es aber nicht mehr die ‚eine' Erkrankung sondern oft  deren viele – Multimorbitität.

Die Geriatrie erstreckt sich aber über die reine Behandlung von einzelnen Krankheiten hinaus, denn Geriatrie ist mehr als Medizin. Sie zielt darauf ab, die spezielle Lage der Betroffenen zu erheben und im Lebenskontext zu verbessern.
Alterserscheinungen behandelbar Alter und die damit verbunden Alterserscheinungen sind also kein unabwendbares Schicksal. Mann kann viele Dinge behandeln bzw. ihnen entgegenwirken, die früher als unabwendbare, altersbedingte Umstände angesehen werden. Schon durch einfache Maßnahmen wie Erhaltung eines normalen Körpergewichts, regelmäßige Bewegung und Nikotinverzicht können körperliche Beeinträchtigungen reduziert bzw. verzögert werde.
Besonders wichtig ist jedoch, dass alle therapeutischen Maßnahmen auf das spezifische Alter und die Lebensumstände abgestimmt sind.

Geriatrie beschäftigt sich mit der Verhinderung, Behandlung, Rehabilitation und Linderung von Erkrankungen älterer Menschen unter Einbeziehung der psychischen und sozialen Aspekte. Außerdem gilt es auch Nebenwirkungen von Medikamenten abzuschätzen, denn die meisten älteren Menschen nehmen mehrere Medikamente gleichzeitig. Durchschnittlich 7 Arzneimittel müssen über 75-jährige täglich einnehmen. Die Wechselwirkungen werden unüberschaubar.